Kängurus unterliegen TV Wahn II nach großem Kampf

Stefan Bergmann und Steffen Hugenberg überragend

Wenn man Armin Pennartz vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten eine Niederlage mit nur 3 Toren Differenz prophezeit hätte, wäre man damit seinen ‘Best-case‘-Erwartungen sicher sehr nahe gekommen. Doch nach dem Spiel überwog bei ihm, den Spielern und dem Anhang neben dem Stolz über die gezeigte Leistung sicherlich der Frust, die greifbar nahe Überraschung verpaßt, eigentlich sogar verschenkt zu haben.

Mit Sascha Dietrichkeit und Bene Strathaus fehlten Armin zwei wichtige Leistungsträger im Feld, vor allem aber mit Sascha Jahn sein Stammtorwart. So kam Steffen Hugenberg zu seinem ersten 60-Minuten-Einsatz bei den Kängurus, und den nutzte er zu zu einem Gala-Auftritt. Dennoch – trotz Steffens Sahnetag – bildete die Anzeigentafel in der ersten Halbzeit Zwischenergebnisse ab, die man in etwa so erwarten konnte. Über 2:8 und 3:9 zogen die vom Evergreen Gordon Rastutis glänzend dirigierten Gäste bis hin zum Halbzeitstand von 6:11 standesgemäß davon. Ganz anders aber als das Ergebnis auf der Tafel entwickelte sich das Kräfteverhältnis auf dem Parkett. Da stand die Abwehr der Unseren aufmerksam wie selten in dieser Saison. Vorne lief der Ball flüssig von Hand zu Hand, und als Folge ergab sich Torchance um Torchance. Hier allerdings zeigte sich, warum die Wahner ganz oben in der Tabelle stehen und die Kängurus ziemlich weit unten. Denn während die Gäste die Mehrzahl ihrer klaren Chancen eiskalt verwandelten, scheiterten die Kängurus ein ums andere Mal völlig frei an Thomas Wieland, dem oberligaerfahrenen Zerberus des Favoriten, der mit seinem Stellungsspiel imponierte und vor allem von außen zunächst kaum zu bezwingen war.

Max Peter, sonst eine Bank von Linksaußen, erzielte im gesamten Spiel zwar drei Tore, benötigte dafür aber 9-10 Versuche, hatte also ganz allein den Sieg auf der Hand. Dazu kamen die versemmelten TG-s von Thomas Stumpp und Guido Brock sowie die vergebenen ‘Freien‘ von Philipp und Mäx – insgesamt also zu viele 100-prozentige, um einen Pausenrückstand von 6:11 noch drehen zu können. Aber ans Schwitzen kam der Favorit in der zweiten Halbzeit, die die Kängurus für sich gerechnet mit zwei Toren gewannen, doch noch. Das lag u.a. am 7-fachen Torschützen Stefan Bergmann, der als einziger nicht wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrte, wenn er dem Torwart-Hünen der Wahner Aug in Aug gegenüberstand. Auch er machte, wie Steffen Hugenberg im Tor, sein bisher bestes Spiel im Känguru-Trikot und verblüffte vor allem mit seiner Kaltschnäuzigkeit vom 7-Meter-Punkt. Daß es am Ende nicht ganz zum Sieg oder zum Unentschieden langte, lag auch an der roten Karte für Max Jentschke wegen eines Revanchefouls, bei dem das ansonsten untadelige Schirigespann Krull/Steinhausen den Auslöser auf Wahner Seite leider übersahen, und einigen weiteren Disziplinlosigkeiten in den Reihen der Kängurus, die in Zukunft unbedingt ausgemerzt werden müssen, will man mal einer Mannschaft von ganz oben die Punkte abknöpfen. Hier wäre es mal problemlos machbar und auch verdient gewesen.

Mannschafts-Aufstellung und Torschützen:
im Tor: Steffen Hugenberg u. Michael Schulze-Roberg (n.e.); im Feld: Stefan Bergmann (7/4), Max Peter und Guido Brock (je 3), Thomas Stumpp und Yannik Kübber (je 2), Lars Werlich und Felix Mohr (je 1), Matthias Lohoff, Max Jentschke, Philipp Michel und Daniel Wafer.

K. Dommermühl

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