‘Bruder Leichtsinn‘ bringt toll kämpfende Kängurus um den Lohn ihrer Leistung

28:29 Niederlage gegen HSG Rösrath-Forsbach in der Schlußsekunde!

Nach einer spannenden, gutklassigen, fairen und vom Schirigespann Steinhausen/Krull souverän geleiteten Partie, fiel der Siegtreffer der Gäste mit dem Schlußpfiff. Dabei hatte dieses Spiel eigentlich keinen Verlierer verdient und falls doch, dann ganz gewiß nicht die Kängurus. Die hatten sich zwar in der Vorwoche mit ihrem Sieg beim TV Dünnwald II (29:26) auch der letzten theoretischen Abstiegs-Risiken entledigt, brannten aber auf eine Revanche für die böse 24:34-Schlappe im Hinspiel, wo sie viel zu pomadig aufgetreten waren, um dem torgefährlichsten Angriff der Liga (Schnitt: 33 Tore!) Paroli bieten zu können.

Diesmal war alles anders: obwohl neben einigen Routiniers mit Robert Czapla, Sascha Dietrichkeit und Bene Stratthaus auch drei der Jüngsten und Schnellsten fehlten, hielten die Kängurus mit nur neun Feldspielern läuferisch mit den Jungspunten vom Halfenhof locker mit und verfügten auch über die bessere Spielkonzeption. Denn während die Gäste sich ganz auf ihre schnellen Beine und ihre beiden Rückraum-Shooter David Hirtschulz (14) und Tim Siewert (6) verließen, setzten Armins Mannen immer wieder ihre inzwischen perfekt einstudierten Spielzüge an, um dann leider einen Großteil der herausgespielten Chancen zu versemmeln. Dabei erwischte insbesondere Max Jentschke einen rabenschwarzen Tag, aber auch Max Peter, mit 6 Feldtoren bester Schütze der Kängurus, vergab sicher noch 4-5 weitere Großchancen. Immerhin zählten beide Außen – Max Peter und auf der anderen Seite Lars Werlich (5) – zu den Allerstärksten in einem Team, das diesmal auch im Rückraum einiges zu bieten hatte. Dort registriert man seit drei Wochen den erstaunlichen Formanstieg der beiden langen Kerls Bernd Witthold (3) und Philipp Michel (5), die, weil sie die gegnerische Abwehr auf sich ziehen, gleichzeitig Durchbruchsräume für die Mittelleute Thomas Stumpp (4), Hermann Karsten (4) und Max Jentschke schaffen.

Vor allem Dank Sascha Jahn, der in der 2. Halbzeit über sich hinauswuchs, holten die Kängurus ihren zwischenzeitlichen 4-Tore-Rückstand (14:18 in der 31. Minute) auf und gingen Mitte der 2. Halbzeit ihrerseits durch Thomas Stumpps Treffer zum 25:24 erstmals in Führung. Nach zwischenzeitlichem Ausgleich und erneuter Gästeführung gelang Hermann Karsten in der 50. Minute die erneute Führung zum 27:26, die die Kängurus trotz mehrerer Großchancen nicht auszubauen verstanden. Immer wieder, wenn es darum ging, den Sack zuzumachen, landete wieder irgend so ein blindes Abspiel im Nirwana. Immerhin: 55 Sekunden vor dem Schlußpfiff bot sich unseren Jungs beim Stand von 28:28 und eigenem Ballbesitz noch einmal die Riesenchance zum doppelten Punktgewinn. Doch statt die Zeit herunterzuspielen und kurz vor dem Abpfiff einen Distanzschuß zu wagen, setzte André Günter bereits 35 Sekunden vor Schluß alles auf eine Karte. Der von Markus Spiolek im Tor der Grünweißen gehaltene Ball führte zu einem letzten Gegenangriff, den die Gäste zum Siegtreffer nutzten – eine kalte Dusche für Armin Pennartz und seine Mannschaft, die aus ihrem Leichtsinn endlich Lehren ziehen muß, denn nach dem 17:18 gegen den HSV Bocklemünd, dem 27:28 gegen Dormagen und dem 24:25 gegen Opladen war dieses hier bereits das 4. Saisonspiel, in dem die Kängurus den Sieg in der Schlußminute aus den Händen gaben. Nun gilt es, die Scharte am kommenden Sonntag gegen den SC Longerich wieder auszuwetzen und den 10. Tabellenplatz gegenüber den Nachbarn aus Wesseling und Brühl zu verteidigen.

AUFSTELLUNG / TORSCHÜTZEN.
Hannes Päßler und Sascha Jahn (TW-s), Max Peter (6), Philipp Michel und Lars Werlich (je 5), Thomas Stumpp (4), Hermann Karsten (4/2), Bernd Witthold (3), André Günther (1), Max Jentschke und Matthias Lohoff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.